Diabetes Mellitus
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Unter dem Begriff Diabetes mellitus (Zuckerkrankheit) werden Störungen des Zuckerstoffwechsels zusammengefasst, die den Blutzuckerspiegel dauerhaft erhöhen (Hyperglykämie).
Der Zuckerstoffwechsel
Traubenzucker (Glukose) ist einer der wichtigsten Energielieferanten des Körpers. Vor allem das Gehirn ist auf die konstante Zufuhr von Glukose angewiesen, aber auch Muskelzellen und Fettzellen ernähren sich davon. Der Körper versucht stets, einen ausreichenden Vorrat an Glukose im Blut bereitzuhalten. Die Konzentration von Zucker im Blut (Blutzuckerspiegel) schwankt im Tagesverlauf.
Glukose gelangt über die Nahrung ins Blut. Damit sie von den Zellen aufgenommen und verarbeitet werden kann, ist das Hormon Insulin notwendig. Insulin wird in bestimmten Zellen der Bauchspeicheldrüse (Pankreas) gebildet. Nach einer zuckerhaltigen Mahlzeit schüttet die Bauchspeicheldrüse Insulin ins Blut aus. Das Insulin dockt an bestimmten Rezeptoren der Zellen an und sorgt dafür, dass die Zellwände die Glukose passieren lassen. Ohne Insulin verbleibt die Glukose im Blut – und kann somit die Zellen auch nicht mit Energie versorgen. In diesem Fall steigt der Blutzuckerspiegel an.
Die Zellen, in denen das Insulin hergestellt wird, sind die nach ihrem Entdecker Paul Langerhans benannten Langerhans'schen Inseln (auch Inselzellen oder Beta-Zellen genannt). Sie liegen inselartig gruppiert über die gesamte Bauchspeicheldrüse verteilt. Ein gesunder Erwachsener hat etwa eine Million solcher Inselzellen.
DM1 = Diabetes mellitus Typ 1
DM2 = Diabetes mellitus Typ 2
